Max Raabe & Palast Orchester haben sich diesen Wunsch musikalisch erfüllt – mit ihrem neuen Konzertprogramm 2025 “Hummel streicheln”! Max Raabe liebt Tiere. In seinem Lied “Hummel” träumt er sich in ihre Welt, möchte den Kängurun Kekse in die Beutel tun, oder an bestimmten Stellen mit Bibern Bäume fällen.. Information and tickets for the concert Max Raabe & Palast Orchester – Hummel streicheln, which is taking place on March 15, 2026 18:00 (Musik und Kongresshalle, Lübeck).
Max Raabe, eigentlich Matthias Otto, (* 12. Dezember 1962 in Lünen) ist ein deutscher Sänger im Stimmfach Bariton. Er ist Mitbegründer und Leiter des Palast Orchesters in Berlin.
Leben
Erste Gesangserfahrungen sammelte Max Raabe in einem Kirchenkinderchor in seiner Heimatstadt Lünen und in der Kantorei seiner Schule. Er besuchte das Clemens-Hofbauer-Kolleg, ein Internat des Erzbistums Paderborn. Im Alter von zwanzig Jahren zog er nach West-Berlin. Erste Gesangsstunden finanzierte er mit verschiedenen Gelegenheitsarbeiten. Ab 1988 studierte Raabe Gesang an der damaligen Hochschule der Künste Berlin, die er 1995 als staatlich geprüfter Opernsänger (Bariton) verließ.
1986 gründete er mit Freunden das Palast Orchester, das Chansons und Lieder im Stil der 1920er und 1930er Jahre aufführte. 1992 machte er mit der Soloeinlage von Unter den Pinien von Argentinien vor geschlossenem Vorhang in Peter Zadeks Inszenierung Der blaue Engel im Theater des Westens auf sich aufmerksam. Einem größeren Publikum wurde er 1994 durch den Auftritt in der Filmkomödie Der bewegte Mann gemeinsam mit dem Palast Orchester bekannt. Zwei Jahre später folgte sein erstes Engagement als Filmdarsteller in der Rolle des Attila im Fernsehfilm Charley’s Tante.
Neben den Tourneen und Ballauftritten mit dem Palast Orchester ist Max Raabe auch solistisch zu hören; er wird vom Pianisten Christoph Israel begleitet und trägt auch eigene Kompositionen vor. Raabe trat in einigen klassischen Produktionen auf:
- 1994 als Dr. Siedler in der Berliner Inszenierung der Geschwister Pfister von Ralph Benatzkys Operette Im weißen Rößl.
- Als Solist in einer Aufführung von Carl Orffs Carmina Burana in Berlin.
- 1999 als Mackie Messer in einer CD-Produktion von Bertolt Brechts und Kurt Weills Die Dreigroschenoper (mit Nina Hagen und HK Gruber).
2004 fertigte er den Soundtrack des Films Die Reise ins Glück mit Tellerlip Girl. Im Jahr 2005 trat er erstmals in der New Yorker Carnegie Hall auf, und am 13. Juni erhielt er in Hahnenklee den Paul-Lincke-Ring der Stadt Goslar. Im Dezember 2005 wurde die Hochzeit von Marilyn Manson und Dita Von Teese von ihm musikalisch untermalt. 2006 übernahm Raabe eine Synchronstimme im Animationsfilm Die Rotkäppchen-Verschwörung.
2008 ging Raabe unter dem Motto Heute Nacht oder nie auf Tournee. 2010 war er auf Tour durch Israel mit Konzerten in Tel Aviv-Jaffa, Jerusalem und Haifa. Die Konzerte wurden insbesondere von Jeckes, also deutschstämmigen Israelis, begeistert aufgenommen. Zu Raabes Standard-Repertoire gehören zahlreiche Lieder jüdischer Komponisten und Texter, die vor 1933 prägend für die deutsche Unterhaltungsmusik waren. Der von Sönke Wortmann gedrehte Dokumentarfilm zur Tournee hatte 2012 beim 18. Jüdischen Filmfestival Berlin & Potsdam Premiere.
Im Jahre 2011 veröffentlichte Raabe das Album Küssen kann man nicht alleine, das in die deutschen, Schweizer, österreichischen Charts und sogar in die Top 20 der schwedischen Charts aufstieg. Im selben Jahr war er in der Sesamstraße bei Ernie & Bert Songs zu sehen.
Am 11. Januar 2013 erschien sein Album Für Frauen ist das kein Problem, das in Zusammenarbeit mit Annette Humpe produziert wurde.
Er ist Mitglied des Kuratoriums der Margot Friedländer Stiftung.
Raabe lebt in Berlin-Mitte.
Repertoire
Raabes Repertoire umfasst vor allem deutschsprachige Schlager und Chansons aus den 1920er und 1930er Jahren. Er trug maßgeblich dazu bei, dass die Unterhaltungsmusik jüdischer Komponisten wieder bekannt wurde. „Außergewöhnlich begnadete Komponisten und Texter“, eine Art „Goldstandard“ der Musik dieser Zeit, seien für ihn unter anderem Fritz Rotter, Walter Jurmann, Friedrich Hollaender, Werner Richard Heymann und Robert Gilbert, äußerte er 2017 in einem Interview mit der Jüdischen Allgemeinen.
Daneben singt er aber auch Coverversionen aktueller Hits sowie eigene Titel, die zum Teil in Zusammenarbeit mit Annette Humpe entstanden.
Max Raabe & das Palastorchester coverten zum Beispiel:
- Angel von Shaggy
- Another Day in Paradise von Phil Collins
- Around the World (La la la la La) von ATC
- Blue (Da Ba Dee) von Eiffel 65
- Bongo Bong von Manu Chao
- Kiss von Prince
- Last Christmas von Wham!
- Let’s Talk About Sex von Salt ’n’ Pepa
- Lucky von Britney Spears
- Mambo Nr. 5 von Lou Bega (ursprünglich von Dámaso Pérez Prado komponiert und aufgeführt, seinerzeit König des Mambo [King of Mambo])
- Oops! … I Did It Again von Britney Spears
- Sex Bomb von Tom Jones und Mousse T.
- Super Trouper von ABBA
- Supreme von Robbie Williams
- Tainted Love von Gloria Jones
- Upside Down von A*Teens
- Uptown Girl von Billy Joel
- We Are the Champions von Queen
- We Will Rock You von Queen
Zu den bekanntesten von Max Raabe geschriebenen Titeln im Stil der 1920er und 1930er Jahre, deren Texte und Arrangements an Lieder der Comedian Harmonists erinnern, gehören:
- Kein Schwein ruft mich an (1992)
- Klonen kann sich lohnen (2002)
- Ein Tag wie Gold (2022)
Diskografie
Studioalben
Filmografie
- 1994: Der bewegte Mann
- 1994: Im weißen Rößl am Wolfgangsee (Operettenaufzeichnung)
- 1996: Charley’s Tante (Fernsehfilm)
- 2001: Invincible – Unbesiegbar (Invincible)
- 2013: Nacht über Berlin (Fernsehfilm)
- 2018: Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm
- 2019: Berlin, I Love You
- 2021: Otto Fröhliche – Advent, Advents mit Otto und Friends
- 2022: Babylon Berlin (Serie, 4. Staffel)
Hörspiele
- 1990: Irina Liebmann: März, Berlin – Regie: Jörg Jannings (Hörspiel – RIAS Berlin/NDR)
Dokumentationen
- Max Raabe – Gentleman der Schellackplatte – Konzertaufnahme, Deutschland, 2006, Produktion: RBB
- Max Raabe & Palast Orchester – Konzert in der Berliner Waldbühne 2006 – Konzertaufnahme, Deutschland, 2006, Produktion: RBB
- Mein Leben – Max Raabe – Dokumentation, Deutschland-Vereinigte Staaten, 2007, 43 Min., Regie: Claudia Müller, Produktion: ZDF
- Max Raabe in Israel – Dokumentation, Deutschland, 2012, Produktion: BR
Kritiken
Ehrungen
- 2005: Paul-Lincke-Ring der Stadt Goslar
- 2007: Kulturpreis seiner Heimatstadt Lünen
- 2012: Verdienstorden des Landes Berlin
- 2019: Die fahrradfreundlichste Persönlichkeit
Weblinks
- Werke von und über Max Raabe im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Max Raabe & Palast Orchester
- Max Raabe / Palastorchester Porträt, Alben, Interviews, Videos und Fotos bei laut.de
Einzelnachweise
Max Raabe / Palastorchester Admiralspalast, Berlin, 2019 laut.de
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