The Wiesel 2 is an enlarged and extended version of the Wiesel 1 with five road wheels instead of four, and a more powerful engine. The Bundeswehr ordered 178 of the new vehicle in various types, including air defense, radar, and anti-aircraft missile launcher, 120 mm mortar carrier, command and fire control, and ambulance variants. [1]. Wiesel 2 Ozelot, kurz für das Le ichte Fl ug a bwehr Sys tem (LeFlaSys) Ozelot, ist ein auf Basis des Waffenträgers Wiesel 2 entwickeltes leicht gepanzertes Kurzstrecken – Flugabwehrraketensystem der Bundeswehr.
Wiesel 2 Ozelot, kurz für das Leichte Flugabwehr System (LeFlaSys) Ozelot, ist ein auf Basis des Waffenträgers Wiesel 2 entwickeltes leicht gepanzertes Kurzstrecken-Flugabwehrraketensystem der Bundeswehr. Das Waffensystem wurde bei der Heeresflugabwehrtruppe eingeführt und wird seit 2012 durch die Luftwaffe genutzt.
Entstehungsgeschichte
Anfang der 1990er Jahre zeigte sich bei den Auslandseinsätzen der Bundeswehr, dass die Truppe nur über unzureichende Flugabwehrfähigkeiten verfügte. Die bis dahin verwendeten Systeme zeigten sich als nicht geeignet für die neuen Aufgaben der Krisenreaktionskräfte (Eingreifkräfte). Gefordert waren hohe Mobilität und Luftverlastbarkeit. Die Firma STN Atlas Elektronik in Bremen 1992 begann daraufhin eine erste eigenfinanzierte Entwicklung eines leichten Fla-Systems. Auf der Grundlage der Taktisch-Technischen Forderung (TTF) vom April 1994 wurde nach hartem Wettbewerb im Februar 1995 das Angebot der Arbeitsgemeinschaft STN Atlas/Wegmann ausgewählt und später ein Vertrag zur Lieferung von Truppenversuchsmustern mit einer festen Vereinbarung der Option Serie geschlossen. Ab Dezember 1996 erfolgten die ersten ausgiebigen Truppenversuche, welche die Voraussetzung für die Bewilligung und Beschaffung des Flugabwehrsystems ab 1998 waren. Aus technischen Gründen verzögerte sich gegenüber der ursprünglichen Planung der Auslieferungsbeginn der Ausstattung für drei Batterien bis ins Jahr 2001.
Leichtes Flugabwehrsystem (LeFlaSys)
Das leichte Flugabwehrsystem besteht aus verschiedenen Fahrzeugen auf Basis des Wiesel 2 von Rheinmetall-Landsysteme. Alle drei Fahrzeuge verfügen über ein Maschinengewehr MG3 und eine Nebelmittelwurfanlage. Zusätzlich wird ein Schnittstellenfahrzeug auf Basis des MB Wolf eingesetzt.
Waffenträger Ozelot
Der Ozelot ist der Waffenträger des Systems und mit der Waffenanlage ASRAD (Advanced Short Range Air Defense) der Firma STN Atlas ausgerüstet. Dieses besteht aus einem um 360° horizontal drehbaren und −10° bis +70° vertikal richtbaren Pedestal mit Vierfachstarter zum Abfeuern von Flugabwehrraketen des Typs „Stinger“. Der Ozelot ist nach Herstellerangaben in der Lage, Flugziele bis zu einer Entfernung von sechs Kilometern zu bekämpfen. Für die elektronische Verbindung zum AFF (s. u.) ist der Ozelot mit zwei Funkgeräten SEM 90 und SEM 93 ausgestattet. Beim Ausfall des Feuerleitfahrzeuges ist es dem Waffenträger möglich, mit Hilfe der optischen Aufklärungsmittel (eines Infrarot-Rundsuchsystems, einer Wärmebildkamera und eines Laserentfernungsmessers) selbständig Flugziele aufzuklären und zu bekämpfen.
AFF (Aufklärungs-, Führungs- und Feuerleitfahrzeug)
Das AFF bildet das „Gehirn“ des Systems. Es überwacht den Luftraum, identifiziert Flugziele, führt den Zug und übermittelt dem Ozelot Feuerleitinformationen. Dazu ist es mit einem 3-D-Luftraumüberwachungsradar HARD (Helicopter & Airplane Radio Detection Radar) der Firma Ericsson ausgestattet, mit dem es möglich sein soll, Flugziele bis zu einer Entfernung von 20 Kilometern und einer Höhe von 5000 Metern zu erfassen. Ein integriertes Sekundärradar ermöglicht die Freund-Feind-Erkennung. Zur Führung der Waffenträger Ozelot und zur Datenübertragung von Luftlageinformationen ist das Fahrzeug mit fünf Funkgeräten SEM 90 und 93 ausgestattet.
BF/UF (Batterieführungsfahrzeug / Unterstützungszelle „Flugabwehr“)
Das BF/UF koordiniert alle Züge der Batterie. Es basiert ebenfalls auf dem Wiesel 2. Dazu verfügt es über drei Funkgeräte (ein SEM 90 und zwei SEM 93). Aktuelle Bezeichnung: „FlaFührungs Wiesel“.
SF (Schnittstellenfahrzeug)
Das Schnittstellenfahrzeug ist die leichte Variante der „Flugabwehrschnittstelle Tiefflugbereich“ (FAST). Durch das Schnittstellen-Fahrzeug kann die leichte Flugabwehrbatterie in das Heeresflugabwehr-Aufklärungs- und Gefechts-Führungssystem (HFlaAFüSys) und in die integrierte Luftverteidigung eingebunden werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, an Aufklärungsnetze verbündeter Streitkräfte angeschlossen zu werden. Es basiert auf dem Geländefahrzeug Wolf.
Zur Übertragung von Luftlageinformationen ist das Fahrzeug mit insgesamt vier Funkgeräten SEM 93 sowie der eigentlichen Schnittstelle (englische Bezeichnung: Low Level Air Picture Interface, LLAPI) ausgerüstet. Über ein Datenkabel wird die Verbindung zur Schnittstelle der anderen Einheit hergestellt. Aktuelle Bezeichnung: FAST lvb.
Nutzung
Am 27. Juni 2001 wurde das erste leichte Flugabwehrsystem an der Heeresflugabwehrschule an die Truppe übergeben. Die Gesamtstückzahl belief sich auf 50 Waffenträger Ozelot, zehn Aufklärungsfahrzeuge (AFF) und sieben Führungsfahrzeuge (BF/UF), alle auf Basis des Wiesel 2, sowie zwei Schnittstellenfahrzeuge (SF) und neun Werkstatttrupps (WSA), beide auf Basis des Mercedes-Benz Wolf. Mit der Auflösung der Heeresflugabwehrtruppe im Jahr 2012 gab das Heer Ozelot an die Luftwaffe ab.
Das Bundesverteidigungsministerium bezeichnete Ozelot 2021 als veraltet sowie qualitativ und quantitativ unzureichend und beabsichtigte, das Flugabwehrsystem bis 2026 zu ersetzen.
Im Zuge der 2024 beschlossenen Neuaufstellung der Heeresflugabwehrtruppe ist geplant, dass die Luftwaffe Ozelot bis März 2027 wieder an das Heer abgibt. Es wird dort als Erstbefähigung und zur Ausbildung der Heeresflugabwehrkräfte dienen, bis die Nachfolgesysteme in die Truppe eingeführt sind.
Einsatzkonzept
Die Waffenträger Ozelot sind im Gelände taktisch um ein Aufklärungs-, Führungs- und Feuerleitfahrzeug herum aufgestellt. Bei einem Einsatz sind die Waffenträger passiv und warten auf Zielinformationen vom AFF. Dieser ist der einzig aktive Panzer und sucht mit seinem Radar den Luftraum nach Zielen ab. Das AFF ermittelt die Zielkoordinaten und übermittelt sie abhörsicher an alle Ozelots. Diese richten ihre Waffenstationen entsprechend aus und feuern jeweils bis zu vier FIM-92 Stinger ab. Dieser ganze Vorgang benötigt vom Erfassen des Zieles durch das AFF bis zum Start der Raketen durch den Ozelot zehn Sekunden.
Zusammenstellung
Jede der drei leichten Flugabwehrraketenbatterien des Heeres verfügte bis 2012 mit dem System LeFlaSys über folgende Fahrzeuge:
- 1 Batterieführungsfahrzeug (BF)
- 1 Fahrzeug Unterstützungszelle (UF)
- 1 Schnittstellenfahrzeug (SF)
Seit der Übernahme des LeFlaSys durch die Luftwaffe im Jahr 2012 existiert das Waffensystems nur noch in der 3. Staffel der Flugabwehrraketengruppe 61 (3./ FlaRakGrp 61). Diese verfügte 2012 über 2 Züge mit je drei Fahrzeugen AFF und sechs Waffenträgern Ozelot.
Technische Daten im Detail
Weblinks
- Das Leichte Flugabwehrsystem mit Waffenträger Ozelot auf der Website der Bundeswehr
- Bundeswehr: Der Ozelot – Bundeswehr auf YouTube, 7. Dezember 2012 (Laufzeit: 9:23 Min.).
- Bundeswehr: 60 Sekunden Bundeswehr: Ozelot auf YouTube, 4. April 2018 (Laufzeit: 1:08 Min.).
- Bundeswehr: Ozelot – Das Flugabwehrraketensystem auf YouTube, 4. April 2022 (Laufzeit: 2:24 Min.).
Einzelnachweise
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